Suzuki Methode


 

Muttersprachenmethode

Die Suzuki Methode ist auch bekannt als die ‘Muttersprachenmethode'. Als junger Mann studierte Suzuki in den zwanziger Jahren in Berlin bei Karl Klingler. In der Zeit lernte er auch seine Frau Waltraud kennen, die ihm später in Japan geholfen hat seine Pädagogik im Westen bekannt zu machen. Als er – mit großen Schwierigkeiten - versuchte die Deutsche Sprache zu erlernen, realisierte er sich dass es eigentlich ein Wunder ist dass Kinder ganz natürlich ihre Muttersprache lernen, komplett mit den feinsten Nuancen, lange bevor sie Lesen und Schreiben können. So entstand bei ihm  die Idee, dass auch die Sprache der Musik am besten so gelernt wird wie die Muttersprache. Deswegen spielen die Kinder im Anfang alles nach dem Gehör.  So kann man besser spüren und hören was man macht. Auf dieser  mehr intuitiven Weise entwickelt sich ihre eigene Musikalität. Das Notenlesen wird etwas später eingeführt.

Individueller und Gruppen Unterricht

Suzuki’s Philosophie basiert auf Respekt für jedes einzelne Kind. Es gibt spezielle, sehr leichte Flöten mit gebogenem Kopf, damit auch die Kleinsten die Flöte halten und spielen können  ohne dass es körperlich zu anstrengend ist. Kinder können anfangen ab fünf Jahren. Tonstudium ist vom Anfang an wichtig und es gibt kindgemäßen, spielerischen Übungen für einen lockeren Ansatz und einen Resonanz-vollen Ton. Der Unterricht ist individuell. Gruppenstunden sind zusätzlich, denn Musik machen zusammen mit Deinen Freunden macht Spaß und hilft mit der Motivation.

 

Eltern

Die Eltern spielen eine wichtige Rolle. Sie sorgen dafür dass zuhause täglich die Aufnahmen gespielt werden von den ersten  Suzuki  Stücken, die ja das erste ‚Vokabular‘ auf dem Instrument sind. Sie sind im Unterricht dabei und üben zusammen mit ihren Kindern. Suzukilehrer geben den Eltern Hinweisen und Ideen wie man das machen kann in einer Art und Weise dass alle dabei Spaß haben. Es ist nicht nötig dass die Eltern ‘musikalisch’ sind, sie brauchen nur die Bereitschaft Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Die Musik wird so ein Teil vom familiären Leben und eine Möglichkeit für ein gemeinsames Lernen. Kinder und Eltern sind zusammen involviert in ein intensives und besonderes Lernprojekt, sie verbringen also richtige ‚Quality time‘ miteinander.

 

Ganzheitlichkeit

Durch die tägliche Beschäftigung mit Musik, bilden sich auch andere Fähigkeiten in der kindlichen Entwicklung, wie Selbstvertrauen, Konzentration, Disziplin, Intelligenz, Empathie...

Suzuki hat gesagt er möge mit seiner Methode keine professionellen Musiker heranzüchten, sondern Menschen mit einem schönen Herzen. Über Suzuki’s Leben und Philosophie kann man lesen in seinem Buch Erziehung ist Liebe.